Ihr Partner in Mödling & ganz Österreich

Unterentlohnung - Lohn- und Sozialdumping

Hohe Strafen für Unterentlohnung

Sind von der Unterentlohnung höchstens drei Arbeitnehmer betroffen, beträgt die Geldstrafe für jeden Arbeitnehmer € 1.000,00 bis € 10.000,00. Wurden mehr als drei Arbeitnehmer unter den Bestimmungen bezahlt, liegt das Strafausmaß zwischen € 2.000,00 und € 20.000,00 je Arbeitnehmer.

Im Wiederholungsfall liegt das Strafausmaß wie folgt:

* Bis zu drei Arbeitnehmer: von € 2.000,00 bis € 20.000,00
* Mehr als drei Arbeitnehmer: von € 4.000,00 bis € 50.000,00

Strafe kann entfallen

In bestimmten Fällen kann allerdings von einer Bestrafung abgesehen werden.
Im Gesetz wird klargestellt, dass keine Strafe zu entrichten ist, wenn der Arbeitgeber die Differenz zwischen dem tatsächlich geleisteten Entgelt und dem Entgelt, das dem Arbeitnehmer zusteht, nachweislich nachzahlt. Dies muss vor einer Kontrolle durch die Behörde passieren.
Von einer Bestrafung kann auch abgesehen werden, wenn innerhalb einer gewissen Frist der Betrag nachgezahlt wird und 

* nur leichte Fahrlässigkeit von Seiten des Arbeitgebers vorlag oder
* die Unterschreitung des maßgeblichen Entgelts gering ist (10%-Bagatellgrenze)

Verjährungsfrist

Die Frist für die Verfolgungsverjährung beträgt drei Jahre. Bei Unterentlohnung, die durchgehend mehrere Lohnzahlungszeiträume umfasst, beginnt die Frist ab der Fälligkeit des Entgelts für den letzten Lohnzahlungszeitraum der Unterentlohnung. In diesen Fällen beträgt die Strafbarkeitsverjährung fünf Jahre.

Achtung: Die Gebietskrankenkasse informiert den Dienstnehmer über eine Anzeige wegen des Verdachts der Unterentlohnung, die sein Arbeitsverhältnis betrifft.